Kleine und Grosse Abschiede

Sie kommen immer wieder, die kleinen Momente des Abschiedes. Der Prozess kommt schleichend, und so auch die beklemmenden Gefühle.

„Und, zählst du schon die Tage bis ihr abfliegt?“ „Schau, wir haben deinem jünsten einen Abschiedskalender gebastelt, wo alle Krippenkinder sehen können, wann er geht“. „Sehen wir uns nochmal, bevor du gehst?“

Meine Schwiegermutter kam diese Woche zum letzten Mal zu uns um auf die Kinder aufzupassen während ich arbeite – wir lagen uns Tränen verdrückend in den Armen, wissend, dass sie an dem Tag das Letzte Mal gekommen war nach rund 5 Jahren regelmässigem hüten. Mir graut es schon vor dem finalen Abschied von meiner Familie.

Überall lässt man ein Stück los, und ich merke jetzt erst richtig, wie sich mein älterer Sohn – der kleinere ist dafür noch zu klein – am Anfang gefühlt hat, als wir mit ihm das erste Mal über den Umzug gesprochen haben. Es fühlt sich an, als würde einem ein Stück Boden unter den Füssen weggezogen. Alles was man kennt wird durch Neues ersetzt – wenn auch nur temporär. Wir freuen uns sehr auf unser Abenteuer – nicht falsch verstehen. Aber aktuell lasse ich auch Raum für Abschiede, Tränen, leichte Zweifel. Wir ziehen ja nicht kurz um die Ecke, und viel lieb gewonnenes geben wir auf.

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